# 9 Yellowstone Nationalpark

20. Juli 2019 4 Von berndjanke

Morgens um 6 Uhr starten wir in den Nationalpark. Wildcampen ist dort nicht möglich und die Campgrounds sind in der Haupsaison ausgebucht und teilweise Monate vorher schon reserviert worden.

Es gibt 3 Plätze, wo das Motto „first in, first serve“ gilt. Dazu muß man aber frühzeitig am Platz sein. Über die Yellowstone APP können wir sehen, das der „Indian Creek Campground“ erst gegen Mittag immer gefüllt ist. Den steuern wir an und bekommen tatsächlich eine Campsite. Wir buchen sofort für 3 Tage ($ 15/Tag). Nachdem wir den Platz gesichert haben, fahren wir zu den Mammoth Hot Springs.

Übrigens: Im gesamten Yellwstone NP gibt es weder ein Mobilfunknetz noch WiFi. Ausnahme ist nur das Headquarter, wo wir ein schwaches Netz haben und ein überlastetes WLan im Visitorcenter.

Der ganze Park bietet spektakuläre Landschaften in krassester Abwechslung. Mal hat man brodelne Geysire und dann wieder ein Alpenpanorama – und das auf wenigen Kilometern Distanz.

Nach täglichem Top-Wetter bekommen wir hier jeden Abend einen Thunderstorm mit Blitz, Donner und Starkregen. Das abendliche Campfire fällt darum leider aus. Dafür gibt es schöne Regenbogen.

Der Park ist riesig. Wir sind in den 3 Tagen über 400 Kilometer gefahren und haben nicht mal alles gesehen, uns nur auf die Highlight’s beschränkt.

Old Faithful, der weltbekannte Geysir, der alle 75 Minuten seinen Dampfstrahl ausspuckt, war natürlich wieder fest in Japans Händen.

Überhaupt bildete das Hauptkontingent der Touristen die Japan-Fraktion. Der Ablauf war immer gleich:

Raus aus dem Bus, Gruppenaufnahme von ca. 50 Personen, anschließend Selfie-Stick-Orgie. Die Busfahrer müssen hier Nerven wie Drahtseile haben.

OLD FAITHFUL

Am dritten Tag nahmen wir uns das Lamar-Valley vor, das in zahlreichen Fernsehproduktionen immer beispielhaft für Yellowstones Tierwelt gebracht wird. Wir sahen leider nur Bisons und Pronghorn-Antilopen (die können bis 80 km/h beschleunigen). Die versprochenen Wölfe ließen sich nicht blicken. Dafür gab es einen Grizzly in der Ferne und einen Baby-Schwarzbären auf der Straße.

Unterwegs trafen wir noch 2 junge Norweger aus Oslo, die wir mitnahmen. Sie wanderten 6 Tage quer durch die Wildnis mit 18 KG Gepäck auf dem Rücken. Am Trailhead bedankten sie sich für die Mitnahme und es gab ein kleines Erinnerungsfoto.

Norwegian Hitchhikers

Zurück auf dem Campground gab es wieder ein deftiges Gewitter, das Feuerholz blieb in der Heckgarage 🤢.

Am Folgetag (13. Juli 2019) starteten wir Richtung Jackson Hole mit dem Gefühl, dass nicht mal 4 Wochen ausreichen, um im Yellowstone das Wichtigste gesehen zu haben.

Und hier der Link zum Video:

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Der nächste Bericht folgt ASAP, sobald wir gutes WiFi haben.