# 14 Alaska Highway Part 2

31. August 2019 5 Von berndjanke

Unser Ziel, jeden Sonntag einen neuen Beitrag hochzuladen, lässt sich hier im hohen Norden leider nicht konsequent realisieren. Die Netzabdeckung ist einfach zu schlecht und auf Campgrounds wird zwar überall WiFi kostenlos angeboten, aber meist gibt es eine Megabyte-Begrenzung pro Tag oder durch viele User ist der Router völlig überlastet und entsprechend langsam.

In Whitehorse hat es uns wirklich gut gefallen. In der Hauptsaison gibt es sogar Direktflüge der Condor von Frankfurt nach Whitehorse.

Dementsprechend trafen wir hier auf viele deutsche Touristen, die hier ihre Miet-Wohnmobile übernahmen.

Und erstmalig gab es hier auch gehäuft Overlander aus Europa, die wie wir ihr eigenes Fahrzeug nach Kanada verschifft hatten.

Whitehorse liegt direkt am Yukon River, hat einen gepflegten River Walk mit einigen Aussichtspunkten und am Ende dem alten Raddampfer „Klondike“.

Die Klondike fuhr früher zwischen Whitehorse und Dawson City über den Yukon und mit ihr tausende Goldsucher und sonstige Glücksritter. Heute liegt sie auf Trockendock und kann kostenlos besichtigt werden.

Whitehorse selbst hat viele kleine Boutiqen, ein großes und sehr gut bestücktes Outdoorgeschäft sowie etliche urige und gute Restaurants.

Starbucks Whitehorse

Hier ist auch das Ziel des alljährlich im Februar stattfindenden „Yukon Quest“, dem angeblich härtesten Schlittenhunderennen der Welt. Die Strecke führt 1.000 Meilen über den alten Klondike Trail, die frühere Goldgräberroute von Fairbanks, Alaska über Dawson City nach Whitehorse.

Unsere Route verläuft ähnlich. Kurz hinter Whitehorse verlassen wir den Alaska Hwy und wechseln auf den Klondike Hwy.

Über das Mini-Städtchen Carmacks gelangen wir zu den „Five Finger Rapids“. Dies ist eine Stromschnelle im Yukon, an der früher hunderte Goldsucher ihr Leben ließen. Der Raddampfer Klondike wurde bei der Passage immer von den Ufern aus mit Seilen abgespannt, sonst wäre er zerschellt.

Five Finger Rapids

Nachdem eine Felsnadel komplett weggesprengt wurde, ist die Passage heute harmlos. Um dorthin zu gelangen, muß man 223 Stufen nach unten nehmen. Auf dem Rückweg sind es dann auch nicht weniger (:-(( nach oben.

223 X 2

Nach dieser Wanderung fanden wir über die mittlerweile unverzichtbare APP „iOverlander“ wieder einen Super-Übernachtungsplatz in der Wildnis direkt am Yukon River.

Sonnenuntergang am Yukon

Am nächsten Morgen (09. August 2019) starteten wir zum Silver Trail. In Stewart Crossing verließen wir den Klondike Highway und folgten dem Stewart River Richtung Mayo und Keno City.

Gesamtstrecke Whitehorse – Keno City

Mayo, ein Indianerdorf war weniger interessant. Also fuhren wir zügig weiter Richtung Keno City. Das waren dann mal wieder 50 KM Gravelroad je Strecke. Hier mal ein Lob an die Reifen: BF Goodrich KO 2, nichts anderes kommt mehr auf die Felge.

Eine Zeit lang fuhren wir an aktiven Waldbränden vorbei. In Keno City war dann die Welt zu Ende. Wie die Einwohner das hier im Winter aushalten, keine Ahnung.

Wir fuhren dann schon mal ein Stück zurück in die Zivilisation und übernachteten an der Minto Bridge mit Midnightsun und Campfire.

Am nächsten Morgen fuhren wir in Stewart Crossing wieder auf den Alaska 2 Klondike Highway und erreichten Dawson City, das sich schon ganz auf die Discovery Days am nächsten Wochenende vorbereitete. Doch vor den Festivitäten lag noch eine anspruchsvolle Aufgabe vor uns (und vor allem vor Sprintie). Der Dempster Highway.

Doch davon im nächsten Beitrag.

Coyote Carl am Klondike

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