#18 Von Anchorage nach Haines – Grizzlies, Adler und Lachse

8. Oktober 2019 2 Von berndjanke

29.08.2019

Die Strecke nach Anchorage wird auch schon durch den beginnenden Herbst geprägt. Leider ist durch die starken Waldbrände auf der Kenai-Halbinsel alles über weite Strecken verraucht. Insbesondere Anchorage ist davon betroffen.

Der Hinweg führt durch wunderschöne, herbstlich bunte Landschaften. Anchorage selbst hat nach unserer Meinung nicht viel zu bieten. Wir übernachten mit vielen anderen Reisemobilen auf dem Parkplatz des Outdoor-Shops Cabelas.

Lustig ist, dass überall Verbotsschilder stehen mit „no overnight parking“.

Security-Fahrzeuge drehen von 9 AM bis 9 PM ihre Runden und niemand nimmt Notiz von den Wohnmobilen. Abends gleicht der Parkplatz einem gut gefüllten Campground 😁. Und das lt. der iOverlander-APP schon seit Jahren.

30.08.2019

Heute hat Barbara Geburtstag und wir gehen mit der seit unserer Dempster-Tour bestehenden „German Overlander Community“ bei einem Mexikaner in der Nähe von Cabelas essen.

Das war dann auch schon das Highlight von Anchorage. Wer die Stadt nicht unbedingt auf seiner „Abhakliste“ hat, kann sich einen Besuch schenken. Wir verlassen jeder für sich die verrauchte Gegend und haben als Treffpunkt einen iOverlander-Spot vereinbart.

Von Anchorage geht es über den Glenn-Highway zurück nach Glennallen und von dort auf den Alaska 4 Hwy zu unserer Übernachtung am Gulkana River.

Und hier sehen wir erstmalig life die Aurora Borealis.

Sprintie unterm Nordlicht 😊

01.09.2019

Jetzt sind wir schon 90 Tage „on the road“ und es wird nicht langweilig. Jeden Tag neue Landschaften, neue Eindrücke und interessante Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Die deutschen Nummernschilder sind immer ein Grund zu einem Gespräch. Und unser Hymer-Camper erregt immer wieder Aufsehen wegen der großen Heckgarage. Standard ist folgende Gesprächseröffnung: „What a big storage in this small camper. Great performance. Where are you from?“ Und schon ist ein Camper-Fachgespräch im Gange.

Unser weiterer Weg führt nach Haines, Alaska zum weltberühmten Chilcoot River. Hier kommen die Lachse zu ihrem Geburtsort zurück, um abzulaichen und dann zu sterben.

Dies nutzen die Grizzlies aus, die sich für ihren Winterschlaf dicke Bäuch anfressen und hier auf einfachste Art die ankommenden Lachse abfischen können.

Dieses Spektakel kann man hautnah miterleben. Im Hafen von Haines legen dafür sogar Kreuzfahrtschiffe an und schaffen ihre Passagiere zum Chilcoot River.

Außerdem ist Haines sozusagen die Hauptstadt der Weißkopfseeadler, des Wappenvogels der USA. Und auch davon haben wir einige gesehen.

American Bald Eagle

Für uns war der Chilcoot jedenfalls das größte Highlight der gesamten bisherigen Tour. Und wir waren uns einig, daß wir nochmal wiederkommen.

Die lieben Freunde von Syncrotime fanden das auch super und so blieben wir bis zum 07. September und wurden noch verstärkt durch unseren „Work & Traveller“-Koch Marc, der von der verrauchten Kenai-Halbinsel mit seinem KIA Sorento nach einer Gewalttour zu uns stieß.

Die interessantesten Szenen vom Fischfang der Grizzlies seht ihr auf dem Video:

Enjoy the video