# 23 Grand Canyon, Flagstaff und Sedona

16. November 2019 3 Von berndjanke

13.10.2019

Nach mehreren Tagen ohne Internetverbindung (in den Indianer-Reservationen gibt es ein eigenes Mobilfunknetz – USA Commnet -, das wohl keine Roamingverträge mit den anderen Anbietern hat) waren wir bei Tuba City wieder online, aber nur kurz. In den Nationalparks gibt es gar kein Mobilfunknetz. Und so kommt man sich vor wie in der guten alten Zeit ohne Handy.

Hopi-Area

Wir legten eine Zwischenübernachtung am Hopi-Cultural Center ein, wo es wieder eine freie Übernachtung gab. Der Platz war gut besucht, sogar Zelte standen hier. Und einige magere Indianerhunde wurden von uns versorgt.

14.10.2019

Am nächsten Morgen starteten wir Richtung Tuba City. Nach einem kurzen Einkauf rollten wir dann endgültig zum Grand Canyon. Hier mehrten sich auch wieder die Touristen und die mit Japanern beladenen Busse.

Es war „High Season“ am Grand Canyon. Mit Mühe und Not und viel Überredungskunst ergatterten wir einen Platz auf Mathers Campground. Alternativ hätten wir auch auf ausgewiesenen Plätzen im National Forest stehen können, aber das hätte wieder kilometerlange Fahrerei bedeutet mit entsprechendem Zeitaufwand. Und $ 18/d für den Campground sind auch nicht die Welt.

15.10.2019

Den South Rim darf man mit Privatwagen nicht befahren. Aber es gibt ein hervorrragendes Shuttlebus-System. Wir fuhren also daher mit dem Bus bis zum Ende des South Rim nach Hermits Rest.

Dann ging es zu Fuß zurück, immer direkt an der Kante des Abgrunds.

Die bereits erwähnten Shuttlebusse halten an jedem Aussichtspunkt. Die Normal-Touristen steigen für gewöhnlich aus, machen Fotos und fahren mit dem nächsten Shuttle weiter. Dabei entgehen ihnen die schönsten Stellen entlang des Rim-Trails. Vorteil für uns: wir waren großteils völlig allein auf dem Trail. Etwas schwindelfrei sollte man aber sein, da es oft direkt an der Kante entlanggeht. Und der Colorado liegt ca. 1.200 Meter tiefer.

15.10.2019

Und schon hieß es: Grand Canyon bye bye! Aber spätestens im März sind wir wieder hier, wenn uns unser Neffe Robin mit Lea besucht.

Nächstes Ziel war Flagstaff. Hier stießen wir erstmals auf die Route 66. Abends machten wir einen Bummel durch den Historic district. Man merkte, das Flagstaff eine Univeritätsstadt ist. Überall Studentenkneipen und kleine Restaurants, die auch jetzt, an einem Dienstag, gut gefüllt waren. Und natürlich findet man hier auch die obligatorischen Craftbeer-Mini-Brauereien. Und passend dazu hört man momentan überall den aktuellen Top-Ten-Hit des Countrysängers Luke Combs: „Beer never broke my heart“. Ein Ohrwurm mit einem Text, der jedem, der gerne Bier trinkt, Spaß macht 🍺🍺🍺😉😁.

16.10.2019

Flagstaff liegt auf 2.000 Meter über NN. Tagsüber sind hier noch sommerliche Temperaturen, nachts geht es dann auf Null Grad runter. Daher freuten wir uns auf Sedona, dass 800 Meter tiefer liegt und auch nachts noch angenehm warm ist.

In Sedona waren wir schon mal vor 17 Jahren. Da war das noch ein beschauliches Hippie-Nest im Red Rock Country. Kurz und gut: Planänderung. Ballermann könnten wir auch auf Mallorca haben. Das Städtchen hatte sich „entwickelt“, deutlich größer mit Shopping Centern und so überfüllt, dass wir nicht mal einen Parkplatz bekamen.

Das wollten wir uns nicht antun, fuhren durch die Stadt und suchten uns einen schönen Stellplatz im Red Rock Country.

Einen Arizona Sunset gab es gratis dazu.

Unser weiterer Weg führte uns in das „Gunfighter-Country“. Old Tucson und Tombstone warteten schon. Davon mehr im nächsten Blog.

Hier noch der Link zum Grand Canyon-Video:

Enjoy the movie 👀