#32 Christmas in the desert and San Diego

15. Februar 2020 1 Von berndjanke

20. / 21. Dezember 2019 (Tag 200 unseres Roadtrips)

Glamis Sand Dunes – Spielplatz und Sandkasten für Erwachsene

Nach den wirklich erholsamen und schönen Tagen an wunderschönen Plätzen im Colorado River-Gebiet starteten wir zu unserem Overlander-Weihnachtstreffen.

Von Blythe ging es Richtung Brawley zunächst zu den großen Sanddünen. Hier fanden wir einen sehr schönen Overlook-Parkplatz. In Deutschland hätte man wahrscheinlich das gesamte Dünengebiet unter Naturschutz gestellt. Hier in Kalifornien war das ein großer Sandkasten für Erwachsene. Es fuhren jede Menge Buggys durch die Dünen.

Der Parkplatz entwickelte sich zum Fahrerlager. Buggys in unterschiedlichster Form, größtenteils Eigenbauten, wurden hier startklar gemacht. Es wurde so voll, dass wir uns entschieden, einen ruhigeren Platz für die Weihnachtstage zu finden.

Weihnachten in der Wüste

Und wer hätte es vermutet, die iOverlander-APP hatte mehrere Spots in der Nähe im Angebot 😁.

Zunächst machten wir aber noch einen Zwischenstopp an den Hot Springs in Holtville. Dort trafen wir uns wieder mit Kathrin und Marc von Syncrotime.

Im Walmart von Brawley wurde für die Feiertage ein Großeinkauf gemacht und dann fuhren wir wieder vorbei an den Sanddünen zur Tumco Mining Ghosttown. Wie schon früher erwähnt kann man auf BLM-Land 14 Tage frei stehen. Einige wenige waren in diesem Bereich unterwegs. Wir fanden einen schönen Platz weitab der Straße. Der nächste Nachbar (mit Wohnwagen) war nur mit Fernglas zu sichten. Unser Weihnachtsbaum war ein großer Ocotillo Tree, der nach dem gestrigen Regentag sofort satt ergrünt war.

Heiligabend 2019

Es wurde auf nichts verzichtet. Wir hatten ein 3-Gänge-Menü mit Lachs, Broccoli, Fleisch, frischem Brot (Dank an Kathrin und ihren Omnia) sowie Kuchen als Dessert.

Danach gab es Glühwein und Bier am Campfire.

Am nächsten Tag kamen noch Germaine und Tom aus Sachsen mit ihrem Bulli dazu. Es entstand wieder eine kleine „German Community“.

Wir blieben über die Feiertage vor Ort. Abends gab es im Wechsel entweder das Nationalpark-Monopoly oder ein anderes, interessantes Spiel, den „Black Dog“. Feiertagsfernsehen haben wir ganz sicher nicht vermisst.

29. /30. Dezember 2019

Den Jahreswechsel wollten wir in San Diego verbringen. Also hieß es wieder: Go West! Nach einem weiteren Zwischenstopp mit Übernachtung in Holtville ging es direkt nach San Diego, wo wir die nächsten Tage auf einem 72-Stunden-Parkplatz in der direkten Nähe eines Yachthafens stehen wollten.

31. Dezember 2019

Während in Deutschland die Silvesterkarpfen zubereitet wurden, wollten wir größeres sehen.

Kathrin hatte online für alle eine Whale watching-Tour gebucht. Um 01.15 Uhr war Boardingtime. Wir fuhren mit Uber (wieder alles über Internet) zum Stadthafen und enterten das Schiff. Erstaunlich viele Leute hatten am letzten Tag des Jahres die gleiche Idee. Das Schiff war auf allen Decks gut belegt.

Auch das Wetter war absolut super. Nur die Wale spielten nicht mit.

Die ließen nur ihren breiten Rücken sehen, keiner tauchte richtig auf oder ließ mal die Schwanzflosse aus dem Wasser. Daher wurde es eine sehr magere Foto- und Videoausbeute. Andererseits: es ist halt Natur und die lässt sich nicht beeinflussen.

Wieder an Land bereiteten wir uns auf den Jahreswechsel vor. Zunächst gingen wir sehr lecker essen und dann suchten wir eine Craft Brewery auf, die verschiedenste Biersorten im Angebot hatte.

Interessant war, dass die Restaurants und auch die Brauerei um 9.00 Uhr abends schließen wollten.

Fazit: Es wurde das ruhigste Silvester aller Zeiten! Feuerwerk war wegen der Waldbrandgefahr für Privatleute in Kalifornien untersagt. Die Neujahrs-Partys fanden wohl alle privat statt.

So stießen wir dann im Yachthafen auf den Jahreswechsel an und verabschiedeten 2019, in dem wir einmal rund um Nordamerika gefahren sind, unglaubliche Landschaften gesehen haben, Auge in Auge mit Grizzlybären standen und jetzt auch noch etliche Erlebnisse in der Zukunft haben würden.

01. Januar 2020

Und dann kam die Polizei 🤢🤢🤢

oder: Wie die Sprinties und die Syncros obdachlos wurden 😉!

Zwei Tage hatten wir unbehelligt auf dem 72-Stunden-Parkplatz übernachtet. Auch einige andere Wohnmobile waren dort.

Wie das so ist: irgendein Anwohner hatte die Polizei angerufen und gemeldet, das dort wild gecampt wurde. Eine sehr nette Polizistin erklärte uns, das hier nur Parken aber nicht Campen erlaubt sei und sie aufgrund des Anrufs einschreiten müsste. Sie gab uns eine Adresse, wo wir über Nacht stehen durften.

Da wir am nächsten Tag die Seaworld besuchen wollten, fuhren wir aber zunächst dort zu einem Parkplatz in der Nähe,

Und da traf es uns das zweite Mal: kurz vor Mitternacht kam eine Streife (wieder sehr nett und höflich) und forderte uns auf, den Platz zu verlassen. Ein Ticket bekamen wir nicht, weil der Cop es toll fand, dass wir aus Germany waren. Er kannte sogar den BVB. Wir erhielten eine Fotokopie mit Anfahrtbeschreibung zu der Adresse, wo wir offiziell stehen durften.

Leider war das am anderen Ende von San Diego und als wir dort ankamen, war Mitternacht vorbei und das Tor verschlossen. Also nächtigten wir dann am Walmart in der Nähe (mit Genehmigung der Security).

Die Adresse für die Übernachtung bezog sich auf eine jüdische Gemeinde, die einen Parkplatz zur Verfügung stellte für Leute, die in ihren Autos wohnten, also quasi obdachlos waren. Das ganze nannte sich „Safe Parking Program“. So ganz wohl war uns nicht, mit zwei vollwertigen Wohnmobilen dort zu stehen, während die anderen Besucher in mit Hausrat vollgestopften PKW wohnten und auf engstem Raum schliefen. Aber wir wurden dort freundlichst aufgenommen, bekamen einen Stellplatz zugewiesen und mussten uns nur mit der Drivers Licence registrieren. Bedingung dabei war, am nächsten Morgen um 7.00 Uhr den Platz zu verlassen, da er tagsüber als Parkplatz für Mitarbeiter benötigt wurde.

02. Januar 2020

SeaWorld San Diego

Bei sonnigem Superwetter besuchten wir die SeaWorld. Neben den Hauptattraktionen der Unterwassertierwelt war das ganze wie ein Vergnügungspark aufgezogen. Es gab eine Achterbahn und ähnliche Kirmesgerätschaften.

Uns interessierte natürlich am meisten, was da bezüglich der Tierwelt angeboten wurde.

Und da war neben den üblichen Seehund- und Pinguin-Shows die Orca- oder auch Killer Whale-Show ein Highlight. Es ist schon faszinierend, wie man diese riesigen Tiere trainieren kann, als ob es sich um normale Haushunde handelt.

Die Tiere reagierten quasi auf Fingerzeig der Trainer. Lustig war dann, dass die Zuschauer in den ersten 5 Reihen einige Male eine gewaltige Ladung Wasser abbekamen, wenn die Orcas das mit der Schwanzflosse über den Beckenrand spritzten.

Zum Abschluß gab es noch die Delfin-Show. Und auch die war wieder hervorragend choreografiert. Es ist wirklich unglaublich, was diese superintelligenten Tiere draufhaben.

Delfin-Balett

Vor dem Verlassen des SeaWorld-Parks trafen wir noch den weißen Hai.

Und dann fuhren wir zum oben ausführlich beschriebenen Übernachtungsplatz der Jewish Community, wo wir eine absolut ruhige Nacht verbrachten, die vorläufig letzte in den USA.

Am nächsten Tag sollte es dann nach Mexiko gehen frei nach dem Motto: „the adventure goes on“.

Aber hier gibts noch den Link zum YouTube-Video: